Narragonien packt die Koffer

You say hello, we say goodbye. Narragonien.de schließt seine Pforten, nachdem ein Gutachten von externen Wirtschaftsprüfern ergeben hatte, dass nicht einmal zehn Stammleser einfach nicht ausreichen, um die vielköpfige Narragonien-Redaktion langfristig mit millionenschweren Bonuszahlungen zufriedenzustelllen.
Der Narragonien-Verlag reagiert damit auf die schwachen Umsatzzahlen der Jahre 2010 bis Anno Tabak, in denen die Unternehmensziele leider nicht erreicht werden konnte. Anstelle der, den Aktionären versprochenen, mehreren Fantastilliarden Euro erwirtschaftete der Konzern aufgrund von Serverkosten überraschenderweise nur Verluste. "Irgendwie haben wir wohl die Einnahmenseite etwas vernachlässigt", meinte CEO Josef Machdichvomackermann und räumte Versäumnisse bei der Anzeigenannahme an. "Wir haben halt angenommen, dass irgendwann mal Anzeigen eintrudeln." Dies habe sich allerdings als Trugschluss erwiesen.
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Konnte aus Mangel an Beweisen die Narragonien-Redaktion auch nicht von ihren Entschluss abhalten: US-Präsident Harrison Ford (Foto: Dr. Richard Kimble). |
Die Narragonien-Redaktion bedankt sich daher bei ihren Lesern (die Namen sind der Redaktion bekannt) und hofft, dass diese sich zukünftig nun anderswo umfassend und ausgewogen über tagespolitische Ereignisse informieren werden. Narragonien.de wird noch eine Weile für empörte Kommentare offengehalten. Wir behalten uns jedoch die Löschung von nicht ausreichend übertriebener Lobhudelei und anderen Beiträgen, die gerade nicht zu unserer Stimmung passen, vor.
Irgendwann wird die Seite dann endgültig in den Datenfriedhöfen des Internets verschwinden. Ab diesem Zeitpunkt werden Sie nur noch folgende Nachricht errhalten:

Wir verabschieden uns an dieser Stelle und sagen nachdrücklich:
EU sagt Vulkanasche den Kampf an

Jetzt reicht's! Lange genug haben die europäischen Fluggäste unter der Sperrung des Luftraums gelitten. In Zukunft soll kein isländischer Vulkan mehr die europäischen Luftreisenden zum Narren halten. In Brüssel stellte heute Verkehrskommissar Siim Kallas das neue Programm zur Unschädlichmachung von Triebwerkschädigendem Zeugs in Europa (P.U.T.Z.E.) vor.
Das neue Programm sieht vor, dass die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) beim nächsten Vulkanausbruch eine gigantische Weltraumputze mit Staubsauger ins All schießt. Diese soll dann die ganze Asche, Wolken, Vögel und Luft aus der Atmosphäre saugen, um die Aufrechterhaltung des Flugverkehrs zu gewährleisten.
Fluggesellschaften, Piloten-Verbände und Fluggäste sind begeistert. Nur ein paar Umwelt-Aktivisten lassen leise Kritik an dem Vorhaben aufkommen. Diese weiß jedoch der EU-Kommissar für Energie und Umweltzerstörung, Günther Oettinger (CDU), zu entschärfen: "Als Christdemokraten haben wir uns das Ziel gesetzt, die Schöpfung zu bewahren. Und wo könnte man dies besser als in einem riesigen vakuumdichten Staubsaugerbeutel?"

EU-Verkehrskommissar Siim Kallas (links) und der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer (rechts) beobachten mit Spannung den Testlauf der neuen Luftreinhalteputze. (Foto: Waldi)
Neues vom Tage
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Verdrängungsklima-Index steigt wieder
Die deutschen Verbraucher sind wieder bester Stimmung, wie das Marktforschungsunternehmen GfK herausgefunden hat. Der GfK Konsumklima-Index steigt im Vergleich zum Vormonat um 0,4 auf 3,8 Punkte. Das sind 3,8 Punkte über dem Wert 0, der erfahrungsgemäß sehr niedrig anzusiedeln ist.
"Ein Wert von 3,8 ist sehr gut. Er ist positiv und deutlich größer als 1. Außerdem ist er keine ganze Zahl, sondern besitzt einen Wert hinterm Komma, so dass der durchschnittliche Medienkonsument genau weiß, dass es sich um einen wissenschaftlichen Wert handelt", meint ein x-beliebiger Qualitätsjournalist, den wir um eine Stellungnahme baten.
Den Anstieg des Konsumklima-Indexes führen die Marktforscher vor allem auf die Verdrängungsfähigkeit der Befragten zurück. Probleme wie den drohenden Bankrott Griechenlands und Portugals, die Finanznot der deutschen Kommunen oder der ständige Schwund an Festanstellungen – alles wird einfach ausgeblendet. Wichtig sei nur, dass Aldi regelmäßig die Preise für hochgradig antibiotische Wurstwaren, Ananas in der praktischen 5.000-Gramm-Dose oder Streichkäse-Imitat aus Pflanzenzellstoffresten senkt, so der GfK-Chef Manni Pulator.
Kritiker zweifeln jedoch an der Aussagekraft des GfK-Indexes. Sie bemängeln neben der wirtschaftsfreundlichen Ausrichtung des ausführenden Instituts auch die Erhebung. Diese findet je nach Bedarf entweder in der Kantine der Deutschen Bank in Frankfurt oder an einem Kiosk in Berlin-Neukölln statt.

Links: Das U-Boot "U 34", das in der Lage ist, bis zu 1.830 Tonnen Wasser zu verdrängen.
Rechts: Deutsche Verbraucher, die in der Lage sind, sämtliche Wirtschaftsprobleme zu verdrängen.
Newsticker
++++ Dümmster Mensch der Welt gestorben: Sind Sie der nächste? ++++
++++ Flötentöne beigebracht: Schlangenbeschwörer verursachte Chaos an Supermarktkasse. ++++
++++ Unheimlich: Geisterfahrer rast in Stauende. ++++
++++ Typisch: Angeblicher Goldspürhund findet nur Katzengold. ++++
++++ Ärgerlich: Neue Übergangsvorschriften behindern Brückenbau. ++++
Warnstreik bei norddeutschen Brauereien
Vor der Flensburger Brauerei steht ein Gewerkschaftler mit Fahne und versperrt den Eingang: "Hier kommt keiner rein heißt's Gebot!", schmettert er uns entgegen als wir ihm uns nähern. Seit heute Mittag befinden sich mehre norddeutsche Brauereien im Warnstreik. Die Angestellten wollen die Arbeitgeber in den laufenden Tarifgesprächen unter Druck setzen.
"Unter den Mitarbeiter gärt es schon lange"; berichtet Gewerkschaftssektretär Claus Thaler, der zwar ein kühles Blondes in der Hand hält, aber dennoch Schaum vorm Mund hat: "Den Bossen hätte klar sein müssen, dass sich hier was zusammenbraut. Wir haben den Flaschenhals voll. Die Angestellten werden ausgebeutet und die Promillionäre im Vorstand machen aus unserer Arbeitskraft flüssiges Gold."
Die Forderungen der Arbeitnehmer sind maßvoll: Sie wollen vegetarisches Bockbier, Schoppenshampoo in der Betriebsdusche und einen halben Quadratmeter Regenwald mehr pro Kasten Krombacher. Außerdem würden sie gerne eine Stunde früher Feierabendbier machen und schlagen vor, die Löhne anders zu deckeln als die Bierflaschen.
Das ist schon harter Bölkstoff finden die Arbeitgeber. Der Chef des Brauereiverbandes, Lütje Lagen, dazu: "Es ist schlimm, was die Gewerkschafter verzapfen. Wenn die Arbeitskosten zu sehr steigen, ist hier Sperrstunde und es wird Jever entlassen. Das kann nicht der Budweisheits letzter Schluss sein."
Und so steuert der Tarifstreit in den Brauereien auf eine Eskalation zu. Beide Binding Lager sind sich schon lange nicht mehr wernesgrün. Doch nüchterne Betrachter warnen, dass hier unnötigerweise ein Fass aufgemacht wird. Die Art und Berliner Weiße mit der Arbeitnehmer und Arbeitgeber miteinander umgehen, könnte auch nach nach einer Einigung am runden Stammtisch eine Katerstimmung hinterlassen. Es steht daher zu befürchten, dass ein Tarifvertrag unter Schlichter Manfred Krug nur so lange hält, bis er bricht.

Sicherte ganz allein für 24 Stunden die Holsten-Brauerei gegen Streikbrecher: DGB-Agent Jack Brauer. (Foto: Kastanienbaum Sutherland)
Guttenberg sagt zu Kundus-Affäre aus

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freibier von Guttenberg (links) muss heute vor dem Untersuchungsausschuss zur Kundus-Affäre aussagen. Genau zuhören wird dabei auch der ehemalige Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan (rechts), der sich für den Narragonien-Fotografen Topper Harley demonstrativ die Ohren putzt. Er wurde von Guttenberg im Rahmen der Affäre wegen angeblicher Informationszurückhaltung entlassen, obwohl er 2004 im Dienst für sein Vaterland schwer verwundet wurde, als ihm ein Sektkorken bei einem Offiziersball die Gehörgänge durchschlug.
Während die ganze Welt mit Spannnung die Aussage von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor von Guttenberg (CSU) erwartet, liegt sie der Narragonien-Redaktion bereits vor. Daher präsentieren wir unseren Lesern exklusiv schon vorab einen Ausschnitt aus der Verteidigungsrede des smarten Barons:
Ich hatt’ einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Wir sprengten einen Laster,
Es war'n PR-Disaster
Das langsam mir entglitt.Ich musste jemand opfern
Ich nahm den Scheiderhan.
Er schien dafür der beste,
Trotz all seiner Proteste,
Drum schasste ich den Mann.Ich würd ja selber gehen,
Das wär jedoch zu schad.
Ich bleib in der Regierung,
Geh du in Pensionierung
Mein guter Kamerad!
Video der Woche: Bomba
Damit unsere Leser genauso wie wir selbst nur maximal sechs Monate hinter den aktuellsten Trends im Internet hinterher hinken, präsentiert die Narragonien-Musikredaktion diesmal ein Video der österreichischen Cross-Over-Band Kontrust.
Den etwas Älteren unter unseren Lesern empfehlen wir, die Hörgeräte auszustöpseln und einfach nur die schöne Alpenlandschaft zu genießen:
Kontrust -- Bomba
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Hertha BSC Berlin protestiert gegen Schiedsrichter








