Vorhören: Die neue Single der Fantastischen Vier

Mittwoch, 10. März 2010 von Die Redaktion

Bevor es überall im Radio gespielt wird, hier schon mal die neue Single der Fantastischen Vier. Weitere Infos zum Lied und zum neuen Album (ab 14. Mai) gibt es auf der Homepage der Fantastischen Vier.

Der Song der vier Betroffenheitslyriker aus Stuttgart handelt von der Schuld, Umweltverschmutzung und Ökowahn und klingt ein bisschen nach Hip-Hop meets Sesamstraße. Unbedingt mal reinhören.

Die Fantastischen Vier -- Gebt uns ruhig die Schuld (den Rest könnt ihr behalten)

Das Bürgergeld – Ein liberales Gedicht

Mittwoch, 10. März 2010 von Die Redaktion

"Die Sozialpolitik hat sich von einer Minderheit von Leistungsverweigerern und Schmarotzern die Gestaltungsfreiheit nehmen lassen. Wollen wir uns hier nicht zum Zwangsstaat entwickeln, führt kein Weg am bedingungslosen Bürgergeld vorbei. Denn Trittbrettfahrer wird es in jedem Sozialsystem geben." (Thomas Straubhaar von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in einem Kommentar in der Welt-Online.)

Wir können hier in unserm Land
Nur das Elend noch verwalten,
Denn man hat sie uns genommen
Unsre Freiheit zu gestalten.

Eingeschlagen ist der Weg
Hin zum Staat, der jeden zwingt,
Der nicht steht in Lohn und Brot,
Sondern nur Hartz-IV verschlingt.

Wer raubte uns das größte Gut:
Zu gestalten, zu kreiieren?
Waren es korrupte Bonzen,
Die den Fortschritt stets blockieren?

Waren es die Lobbyisten,
Die auf alles Einfluss nehmen?
Waren es die Kommunisten
Oder gar die Rechtsextremen?

Wer, nur wer hat es gewagt,
Uns zum Zuschau'n zu verdammen,
Uns wie Superman im Comic
Kryptonit ins Herz zu rammen?

Ich sag' es euch, es waren jene
Die, die Leistung stets verweigern,
Und weder Konzernumsätze
Noch das Volkseinkommen steigern.

Es war'n die faulen Arbeitslosen,
Die nicht wollen: die Schmarotzer!
Nicht die Interessengruppen
Und auch nicht die reichen Protzer.

Und mag es uns auch nicht gefallen,
Diese weiter zu versorgen,
Müssen wir doch weiter denken,
Denn die Zukunft kommt schon morgen.

Es führt nunmal kein Weg vorbei
Am Bürgergeld der Liberalen,
Bekommen es wohl auch die Penner,
Die sich auf dem Sofa aalen.

Nein, das muss man akzeptieren
Ist es auch nicht angenehm,
Denn Trittbrettfahrer gibt's nunmal
In jedem So-zi-al-system.

Jahrtausendprozess in Celle eröffnet

Dienstag, 09. März 2010 von Die Redaktion

Hannover-Celle (nar). Vor dem Landgericht Celle wird heute ein spektakulärer Mordfall verhandelt. Auf der Anklagebank sitzt der Philologe Friedrich N., der beschuldigt wird, Gott ermordet zu haben. Da die Polizei bis heute keine Leiche gefunden und auch keinen Zeugen für die Tat hat, handelt es sich um einen reinen Indizienprozess.

Der Angeklagte belastet sich selbst schwer. "Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!", gab Friedrich N. bei der polizeilichen Vernehmung zu Protokoll. Die Anklage lautet daher auf gemeinschaftlichen Mord in einem besonders schweren Fall.

Wer zu seinen Komplizen gehört, ist bisher noch ungeklärt. Auch der Tatvorgang ist noch unklar. Aufschlüsse erhofft sich die Staatsanwaltschaft dabei vor allem von dem Zeugen Moses L., dem letzten Menschen, der Gott noch lebend gesehen hatte. Auch der Sohn des vermeintlichen Mordopfers soll vorgeladen werden. Jesus C. ist von der Anklage als Dornenkronzeuge vorgesehen.

 

 

 

 

Dicker Schnauzbart und anti-christliche Äußerungen sind typisch für den Angeklagten Friedrich N. – handelte er im Auftrag eines islamistischen Terrornetzwerkes? (Zeichnung: Sara Thustra)

Presserat rügt Titanic, Titanic rügt Presserat

Dienstag, 09. März 2010 von Die Redaktion

Die Titanic-Redaktion darf sich absofort eine Rüge des Presserats an die Wand hängen. Das Gremium für freiwillige Selbstkontrolle der Presse in Deutschland hat mehre Cartoons bzw. Fotomontagen zum Selbstmord von Robert Enke kritisiert.

Während die Titanic-Redaktion die Rüge mit einer Gegenrüge als Marketing-Event feiert, gestattet sich die Narragonien-Redaktion die Frage, ob an der ersten Rüge nicht in der Tat etwas dran ist. Deren Vorwurf lautet nämlich: "Aufgabe von Satire ist immer auch, durch Überspitzung und drastische Darstellung weiterführende Gedanken anzustoßen. Bei den kritisierten Cartoons von TITANIC ging es jedoch nur darum, sich über das Lebensdrama eines Menschen lustig zu machen."

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Die heile Welt von Stefan Mappus

Dienstag, 09. März 2010 von Die Redaktion

Die Landesregierung von Baden-Württemberg gab heute bekannt, den Rücktritt der EKD-Vorsitzenden Margot Käßmann nicht anzuerkennen. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) erklärte, da die Trunkenheitsfahrt der Bischöfin wahrscheinlich nur durch Geheimnisverrat an die Öffentlichkeit kam, lehne sein Bundesland die Kenntnisnahme dieses Vorfalls ab. Damit hat es für die Menschen in Baden-Württemberg die betrunkene Autofahrt von Käßmann und den darauf basierenden Rücktritt nie gegeben.

Er mache nichts, was nicht weitestgehend rechtlich eindeutig ist, begründete Mappus wie schon bereits bei dem ausgeschlagenen Kauf einer Steuerdaten-CD seine Entscheidung. FDP-Chef und Mitglieder der Evangelischen Kirche im Rheinland, Guido Westerwelle, unterstützte diesen Schritt: "Der Staat darf sich nicht zum Komplizen von Geheimnisverrätern machen", teilte er ebenso wie Verteidigungsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg (CSU) auf Anfrage mit.

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat damit zwei Oberhäupte. Während die rund 3,5 Millionen Protestanten in Baden-Württemberg hinter Margot Käßmann stehen, folgen die übrigen 20 Millionen (noch) dem kommissarischen EKD-Vorsitzenden Nikolaus Schneider.

Im Stuttgarter Stadtteil "Auf der Prag" kam es nach der Bekanntmachung Mappus' zu Übergriffen. Mehrere Käßmann-Anhänger warfen einige linientreue EKD-Mitglieder aus dem Fenster der hiesigen Sakristei. Die Opfer kamen dank eines darunterliegenende Misthaufens nicht zu Schaden. Niedersachsen Ministerpräsident Christian Wulff (Schneiderianer) schloss eine harte Reaktion auf den Auf-der-Prager-Fenstersturz nicht aus.

Stefan Mappus: einer der letzten Träumer in der Politik. (Foto: Herr Riebmann)

Newsticker

Dienstag, 09. März 2010 von Die Redaktion

++++ Gar nicht Super: Tankstellenpächter versaut Bundeswehrsoldaten den Zapfenstreich. ++++

++++ Schnäpschenjäger aufgepasst: Auch bei Barzahlung Prozente fordern. ++++

++++ Nicht die feine englische Art: Benimmcoach war Etiketteschwindler. ++++

++++ David gegen Goliath: Außenseiter gewinnt Schleuderpreis. ++++

++++ Auf den Hund gekommen: Dicker Schinken von Terrier Pratchett auf Platz 1 der Bellotristik-Charts. ++++

SPD entwickelt Beschäftigungstherapie für Hartz-IV-Empfänger

Montag, 08. März 2010 von Die Redaktion

Nach dem Vorstoß von Hannelore Kraft, SPD-Landeschefin in Nordrhein-Westfalen, Langzeitarbeitslose für gemeinnützige Arbeit einzusetzen, kann sich nun auch die Parteispitze für eine Beschäftigungstherapie von Arbeitslosen begeistern. Wie Spiegel-Online berichtet, findet es auch die sozialdemokratische Führung eine gute Idee, Menschen arbeiten zu lassen, ohne diesen einen regulären Lohn zu zahlen, sondern sie weiterhin mit Hartz-IV an den Rand der Armut zu drängen.

Im SPD-Präsidium habe es "breite Rückendeckung" und "keinerlei Kritik" an den Plänen gegeben, sagte Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag. Es gehe darum, dass der "soziale Arbeitsmarkt weiter ausgebaut wird".

Der sogenannte "soziale Arbeitsmarkt", von Zynikern auch der "unbezahlte Arbeitsmarkt" genannt, soll nach dem Willen von Kraft unbezahlte Tätigkeiten in Altersheimen oder Sportvereinen umfassen. Die SPD-Führung hat jedoch noch ein weiteres Betätigungsfeld für Langzeitarbeitlose in Planung.

So sollen die mehreren hundertausend deutschen Langzeitarbeitslosen an einem epochalen Bau auf dem ehemaligen Gelände des Willy-Brandt-Hauses in Berlin beteiligt werden. Dort, wo derzeit noch die SPD-Parteizentrale steht, sollen die 0-Euro-Jobber eine riesige Pyramide errichten. Das Monument soll ein Pyramidenvolumen von über 2,6 Millionen m3 haben, um sämtliche seit den Hartz-Reformen abgegebenen SPD-Parteibücher lagern zu können. Damit wäre es größer als die Cheops-Pyramide.

Die Parteibücher sind jedoch nur Grabbeigabe. In dem Grabmal wird das soziale Gewissen der SPD beigesetzt.

Die Sphinx gibt uns Menschen seit vielen Jahrhunderten Rätsel auf. Hier ihr neuestes:
"Am Morgen spricht sie von Arbeiterrechten, am Mittag spricht sie Recht über Arbeit, am Abend arbeitet sie mit rechten Sprüchen." – Wer ist gemeint?


Nachtrag: Da die narragonien.de-Leser mit bisher zwei positiven Bewertungen ein unglaublich großes Interesse an dem Thema bekunden, verweisen wir an dieser Stelle auf den Artikel "Hannelore Kraft reitet auf der Westerwelle" beim Spiegelfechter.

Die Satire tritt zurück

Montag, 08. März 2010 von Die Redaktion

"Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel."
Kurt Tucholsky: Was darf die Satire

Was darf die Satire? – Alles. Und künftig darf sie sogar zu Hause bleiben, wenn in München auf dem Nockherberg das nächste Mal das Starkbier angestochen wird. Kabarettist Michal Lerchenberg kündigte seinen Rücktritt von der Rolle des Fastenprediger Barnabas beim Salvator-Ausschank an, nachdem selbst ausgewiesenen Komik-Experten wie Charlotte Knobloch oder Guido Westerwelle über seine satirischen Ausführungen nicht mehr lachen konnten. Damit kam Lerchenberg einem drohendem Rauswurf zuvor.

Über die Sache ist schon vieles geschrieben worden, weshalb ich mich im Folgenden darum bemühen will, die Merkwürdigkeiten und Besonderheiten der ganzen Angelegenheiten hervorzuheben.

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Weiterer Überfall auf Pokerturnier

Sonntag, 07. März 2010 von Die Redaktion

Nach dem dreisten Überfall auf ein Pokerturnier im Berliner Hotel "Grand Hyatt" (der Postillon berichtete) haben die Täter ein weiteres Mal zugeschlagen: Die maskierten Räuber stürmten am Samstagabend um 23:30 Uhr mit Macheten und Maschinengewehren bewaffnet durch den Hintereingang des Hannoveraner Sauna-Clubs FKK-Villa. Dort fand zu diesem Zeitpunkt gerade das größte Strip-Poker-Turnier Europas statt.

Die Täter konnten auch hier mit dem größten Teil des Jackpots entkommen. Sie erbeuteten dabei zahlreiche Sakkos, Pullover,  Hemden, Blusen, Krawatten, Hosen, BHs, Röcke, T-Shirts, Unterhosen und sogar einige String-Tangas. Das Turnier wurde danach für mehrere Stunden unterbrochen.

Die Polizei sicherte am Tatort Spuren und setze Spürhunde ein, um die Räuber zu fassen. Bisher blieb die Suche jedoch vergeblich, da die Tiere die Ermittler nur zum Tagungsraum des VW-Betriebsrates, zur Garderobe des Niedersächsischen Landtags und zum Wohnhaus von Gerhard Schröder führten.

Glücklicherweise persönlich vor Ort: der Narragonien-Chefredakteur (hinten im Bild) berichtet live vom Überfall auf das Strip-Poker-Turnier. (Foto: Screenshot vom Youporn-Livestream)

Narragonien deckt auf: Das verdienen die Deutschen wirklich

Sonntag, 07. März 2010 von Die Redaktion

narragonien.de lüftet das Geheimnis, was die Deutschen wirklich verdienen, damit sich niemand über Wert verkaufen kann:

  • Guido Westerwelle (Außenminister): keine Beachtung
  • Timmy (9 Jahre): ein paar hinter die Ohren
  • Kai Diekmann (BILD-Chefredakteur): unsere Missachtung
  • die Vorstandsmitglieder der deutschen DAX-Unternehmen (börsennotiert): viel zu viel
  • das deutsche Volk (ziemlich doof): die Regierung, die es gewählt hat
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  • Die Redaktion: @Korrupt: Ich stimme dir da in Bezug auf Bild 2 prinzipiell zu. Auch mir ist diese Assoziation...
  • trip: Ich stimme mit der Bewertung im Artikel "Presserat rügt Titanic, Titanic rügt Presserat"...
  • Korrupt: Ich wuerde auch im Fall 2 pro Titanic tendieren, auf die Gefahr hin, in einen Witz zu viel...

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