Mehdorn räumt “Fehler” ein
Verfasst am 3. Februar, 2009.
Kategorie: Neues aus Narragonien | 2 Kommentare
In einem Schreiben an die Bahn-Belegschaft, das offensichtlich allen Medien vorliegt, das aber niemand veröffentlichen möchte, räumt Bahn-Chef Hartmut Mehdorn bei der Bespitzelung von Bahnmitarbeitern Fehler ein:
"Aus heutiger Sicht waren wir hier übereifrig, und es gab eine falsch verstandene Gründlichkeit." (Quelle: Tagesspiegel)
Die Gründlichkeit sei insofern falsch verstanden gewesen, weil nur in den persönlichen Daten von 173.000 der insgesamt 237.000 Mitarbeitern herumgeschnüffelt worden sei. Unter einer gründlichen Durchsuchung verstehe der Unternehmenschef aber die Untersuchung eines jeden Angestellten.
An dieser Stelle sei außerdem noch Übereifer ins Spiel gekommen. "Wir hätten nicht aufhören sollen, bis wir etwas gefunden haben – das war übereifrig", so Mehdorn. Allerdings habe man sich sogleich der nächsten Datenspionage gewidmet, ohne nochmal alles zweimal zu prüfen.
Für die Zukunft will Mehdorn nun "verbindliche und transparente Regelungen" vereinbaren. Dadurch weiß dann jeder Detektiv, was genau er ausspähen soll und wann er damit fertig ist. Halbe Sachen soll es dann nicht mehr geben, versprach der Bahn-Diktator.
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Kommentare
2 Kommentare to “Mehdorn räumt “Fehler” ein”








Die Wahrheit, wenn die unbequem ist, liebt es, scheibchenweise zu erscheinen. Mehdorn sieht das freilich anders… Achtet mal darauf, wie er
Reue, Selbstkritik und Unwissen als Postenerhaltungsstrategien einsetzt. Ich habe das hier ausführlicher beschrieben: http://www.gedankenpflug.com/article-27538070.html
Es ist schon teilweise unglaublich, was in den Medien als “Entschuldigung” durchgeht.
Inflationär gebraucht wird dabei auch der Begriff der “Reue”. Dass Mehdorn beispielsweise irgendwas bereut, glaube ich erst, wenn ein Reue-Messgerät erfunden wird, an dem man ihn anschließen kann.