Jahrtausendprozess in Celle eröffnet

Verfasst am 9. März, 2010.
Kategorie: Panorama | Kommentar verfassen

Hannover-Celle (nar). Vor dem Landgericht Celle wird heute ein spektakulärer Mordfall verhandelt. Auf der Anklagebank sitzt der Philologe Friedrich N., der beschuldigt wird, Gott ermordet zu haben. Da die Polizei bis heute keine Leiche gefunden und auch keinen Zeugen für die Tat hat, handelt es sich um einen reinen Indizienprozess.

Der Angeklagte belastet sich selbst schwer. "Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!", gab Friedrich N. bei der polizeilichen Vernehmung zu Protokoll. Die Anklage lautet daher auf gemeinschaftlichen Mord in einem besonders schweren Fall.

Wer zu seinen Komplizen gehört, ist bisher noch ungeklärt. Auch der Tatvorgang ist noch unklar. Aufschlüsse erhofft sich die Staatsanwaltschaft dabei vor allem von dem Zeugen Moses L., dem letzten Menschen, der Gott noch lebend gesehen hatte. Auch der Sohn des vermeintlichen Mordopfers soll vorgeladen werden. Jesus C. ist von der Anklage als Dornenkronzeuge vorgesehen.

 

 

 

 

Dicker Schnauzbart und anti-christliche Äußerungen sind typisch für den Angeklagten Friedrich N. – handelte er im Auftrag eines islamistischen Terrornetzwerkes? (Zeichnung: Sara Thustra)

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