Nach Anschlag auf Bush: Orthopädietechniker entschärfen Schuhe

George Bush wurde von einem wütenden irakischen Journalisten in Ermangelung eines tödlicheren Projektils mit Schuhen beworfen. Wie das abgelaufen ist, kann man sich im redblog anschauen.

Die dazugehörige Pressemeldung, auf die ich beim Saarbreaker aufmerksam geworden bin, und die ursprünglich vom Focus stammt, schildert einen Teil der dramatischen Geschichte hinter dem "Attentat":

Washington (dpa) – US-Präsident George W. Bush ist bei seinem überraschenden Abschiedsbesuch im Irak von einem wütenden Bürger mit Schuhen beworfen worden. Bush habe sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Regierungschef Nuri al-Maliki angesichts der heranfliegenden Schuhe geduckt. Er sei nicht getroffen worden, berichtete der US-Fernsehsender ABC. Der scheidende Präsident sagte den Angaben zufolge, es sei ein Schuh der Größe zehn gewesen, mit dem er beworfen worden sei. Das entspricht der deutschen Größe 43. [Anmerkung: Hervorherbung von mir.]

Wie Narragonien.de herausgefunden hat, wurde gleich nach dem Schuhwurf auf Bush ein Sondereinsatzkommando Orthopädietechniker angefordert. Dieses machte sich sofort daran, die beiden Schuhe zu entschärfen. Zunächst standen die Experten vor der Entscheidung, ob sie zuerst den blauen oder den roten Schnürsenkel durchschneiden sollen. In letzter Sekunde traf der schweißnasse Techniker seine Entscheidung. Zum Glück die richtige.

Nachdem dieser entscheidende Schritt glimpflich von statten gegangen war, wurde die Sache erst zum Ende hin wieder knifflig: eine Einlegesohle hatte sich im Innenfutter verhakt. Die Entfernung dauerte bis in die Nacht.

Auch die Größenangabe der Schuhe ließ sich zunächst nicht ohne weiteres feststellen, weil diese ausgebleicht war. Mit speziellem Gerät im Wert von mehreren Millionen Dollar konnte aber schließlich auch die Schuhgröße vermessen werden: Size 10 – oder nach deutschen Maßstab: Größe 43.

Am Ende der Aktion beglückwünschte Bush die mutigen Männer und Frauen, die ihr Leben bei der Entschärfung des Schuhs riskiert hatten und dadurch verhinderten, dass weitere Menschen zu Schaden kamen. Zurück in den Staaten soll dem Kommando unverzüglich die Medal of Honor verliehen werden.

Lieutenant Fu Manschuh von der Special Homeland Orthopedic-Technician Emergency-Unit  (S.H.O.E.) entschäft einen der Schuhe, die auf George Bush geworfen wurden. (Foto: dpa)

 

Dieser Beitrag wurde am Montag, 15. Dezember 2008 um 00:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Neues aus Narragonien abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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4 Kommentare »

  1. Frage an die Redaktion:
    Ich hab gehört, dass die Einheit von Jack Bauer persönlich aufgestellt und trainiert wurde. Ist das wahr?

    Kommentar: Der Schmock – 15. Dezember 2008 @ 13:22

  2. Al Bundy hätte das schneller geschafft.

    Kommentar: Beobachter – 15. Dezember 2008 @ 14:30

  3. @Schmock: Ich habe versucht, dies bei Jack Bauer in Erfahrung zu bringen.
    Nach fünf Minuten kannte er meine persönlichen Daten, meine Kontoverbindung, die Namen dessen, was ich mir schon illegal im Internet gesaugt habe, und meine Verbindungen zu politischen Extremisten. Das Thema S.H.O.E. haben wir aus Zeitgründen leider nicht mehr besprechen können.

    Kommentar: Christian – 15. Dezember 2008 @ 15:09

  4. @Christian: Ich danke ihnen für ihre schnelle Antwort und bin sehr froh, dass sie aus diesem Gespräch mit Jack Bauer lebend raus gekommen sind.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies hätte schlimmer enden können. Als ich meinen diesjährigen Sommerurlaub in Manhattan verbracht habe, habe ich verdammtes Glück gehabt, mein erstes Aufeinandertreffen mit Jack Bauer lebend zu überstehen. Nach etlichen Schlägen und Spritzen mit Wahrheitsserum hat mir Jack Bauer endlich geglaubt, dass ich nicht weiß, welcher Bus nach Jersey fahrt.

    Kommentar: Der Schmock – 16. Dezember 2008 @ 22:33

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