Kirche sucht Mixa-Doppelgänger

Montag, 12. April 2010 von Die Redaktion

Der Augsburger Bischof Walter Mixa ist vom Verdacht der Misshandlung reingewaschen worden. Wie das Bistum Augsburg herausgefunden hat, ist ein Doppelgänger für die Gewalttaten verantwortlich gewesen. Der Mann, der dem katholischen Geistlichen bis aufs Haar gleicht, wird nun von der Polizei, dem Geheimdienst des Vatikans, der spanischen Inquisition und von Privatdetektiv  Adrian Monk gesucht.

Mehrere ehemalige Bewohner des Kinderheims Schrobenhausen hatten den Bischof zuvor mit eidesstattlichen Erklärungen schwer belastet. Sie beschuldigen Mixa, dass er sie als Kinder körperlich misshandelt habe. Sogar von Stockschlägen ist die Rede. Mixa beteuert jedoch seine Unschuld: "Ich habe ein reines Herz", so der angehende katholische Kardional.

Die Aufklärung der widersprüchlichen Aussagen erfolgte auf Initiative des Vorsitzenden des Diözesanrates in Augsburg, Helmut Mangold. Dieser hatte die bahnbrechende Idee, die Vorwürfe zu überprüfen:

"Es muss aufgeklärt werden, welche Rolle der Stadtpfarrer Mixa damals gespielt hat", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Er vertraue dem Bischof. Das bedeute aber nicht, dass er den mutmaßlichen Opfern Lüge unterstelle. "Es muss klargestellt werden, was Wahrheit ist. Die Wahrheit kann ja durchaus sehr vielschichtig sein." (Quelle: BR-Online)

Die Wahrheit ist in der Tat vielschichtig, denn sowohl Mixa als auch die Opfer haben recht. Inzwischen hat ein Doppelgänger von Walter Mixa die Misshandlungen gestanden. Er habe sich zwischen 1975 und 1996 häufig als Mixa verkleidet und sei in das Kinderheim geschlichen, um dort Kinder zu verprügeln. Für seine Aggressionen machte der Mann die 68er-Bewegung, das viele Fahrradfahren während der Ölkrise und die "Supernasen"-Filme verantwortlich.




Elefantenrennen zwischen Tagesschau und BILD

Freitag, 09. April 2010 von Die Redaktion

Die Rheinische Post (RP) veröffentlichte heute ein Interview mit Bundesverkehrsminister Peter Raumsauer (CSU). Das Gespräch ist relativ interessant, weil der Minister darin eine Pkw-Maut ausschließt und erwähnt, dass der Autobahnausbau durch einen neuen Baukatalog deutlich reduziert werden soll. Dafür nimmt er auch höhere Kosten in Kauf. Ramsauer: "So sollen Wochenend-Bauzeiten wesentlich stärker genutzt werden – auch wenn das wegen der Überstunden-Zahlungen mehr kostet."

Was man in dem Interview allerdings nicht finden kann, ist die Forderung nach Lkw-Überholverboten. Das ist seltsam, denn zahlreiche Nachrichtenmagazine berichten einhellig über einen solchen Vorstoß des Verkehrsministers, den er genau in diesem Dialog geäußert haben soll:

Verkehrsminister für Lkw-Überholverbote – Ramsauer im Stau (tagesschau.de)

Ramsauer: Mehr Lkw-Überholverbote (bild.de)

Staus auf Autobahnen – Verkehrsminister Ramsauer fordert mehr Lkw-Überholverbote (abendblatt.de)

Verärgerter Ramsauer – Bald Lkw-Überholverbot?(n-tv.de)

Tatsächlich wird Ramsauer auch vom Interviewer auf das Thema angesprochen. Aber sofern die RP in ihrer Online-Ausgabe des Interviews nicht entscheidende Passagen gestrichen hat (wovon wir nicht ausgehen), fordert der CSU-Politiker überhaupt nichts. Vielmehr lässt er durchblicken, dass ihn die "Elefantenrennen" auf der Autobahn genauso nerven wie jeden anderen auch, aber ein Lkw-Überholverbot überhaupt nicht in seinem Zuständigkeitsbereich liegt:

Was halten Sie von einem generellen Überholverbot für Lkw auf Autobahnen?

Ramsauer: Vor Kurzem bin ich mit meiner Familie vom Chiemgau nach Bonn gefahren. Ich saß am Steuer und habe mich über so manchen Lkw-Überholvorgang geärgert. Der Längste zog sich über fünf Kilometer hin. Die Entscheidung, ein Lkw-Überholverbot durch ein Verkehrszeichen anzuordnen, liegt bei den jeweiligen Bundesländern. Bei Eis und Schnee müssen Lkw übrigens generell auf der rechten Spur bleiben.

Der Mythos von der Forderung nach einem generellen Überholverbot für Lkw scheint übrigens auf dem Mist der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gewachsen zu sein. Die hat nämlich folgende Agenturmeldung herausgegeben, die uns nicht im Original vorliegt, aber von SZ-Online und Welt-Online mit demselben Wortlaut veröffentlicht wurde und daher das Original zu sein scheint:

Ramsauer für mehr Überholverbote für Laster auf Autobahnen

Berlin (dpa) – Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will gemeinsam mit den Bundesländern Staus auf deutschen Autobahnen wirksamer bekämpfen – er fordert dazu mehr Überholverbote für Lastkraftwagen. Der Minister sagte der «Rheinischen Post», er habe sich bei einer Autofahrt vom Chiemgau nach Bonn über einen Überholvorgang von über fünf Kilometern geärgert. Die Entscheidung, ein Überholverbot anzuordnen, liege aber bei den Bundesländern.

Peinlich für die deutsche Medienlandschaft ist in diesem Fall nicht nur, dass eine teilweise falsche Agenturmeldung ungeprüft Verbreitung findet. Viel schlimmer ist, dass zahlreiche Journalisten das Interview scheinbar gelesen haben und dennoch über eine Forderung fabulieren, die gar nicht ausgesprochen wurde. Und das betrifft nicht nur die Damen und Herren vom Springer-Konzern, sondern auch die angeblich so professionell arbeitende Tagesschau. Diese vermittelt auch noch in bester Boulevard-Manier den Eindruck, als wäre allein Ramsauers jüngstes Lastwagenerlebnis der Grund für seine Forderung nach Lkw-Überholverboten:

Anlass des neuen Vorstoßes des CSU-Ministers: Er habe sich bei einer Autofahrt vom Chiemgau nach Bonn "über einen Überholvorgang von über fünf Kilometern geärgert", erzählte Ramsauer der "Rheinischen Post". Lastwagen hätten die Überholspur blockiert. Ein alltägliches Ärgernis auf deutschen Autobahnen. (Zitat: tagesschau.de)

Dem kritischen Leser empfehlen wir unterdessen nur an solche Politiker-Pläne zu glauben, die mit einem Zitat belegt werden. Denn auch wenn die verschiedenen Journalisten in ihren Berichten zahlreiche Passagen aus dem Interview zitieren, so findet sich doch bei keinem die angebliche Forderung im Wortlaut – und das obwohl diese stets großspurig in der Überschrift dargelegt wird.




Sachsen verbietet Hartz-IV-Omas Überweisungen

Freitag, 09. April 2010 von Die Redaktion

Omas von Hartz-IV-Kindern dürfen ihren Enkeln Geldgeschenke zu Weihnachten oder zum Geburtstag nicht per Überweisung zukommen lassen. Das hat das Landessozialgericht Sachsen in dieser Woche beschlossen, wie die Newsblogger berichten.

Eine Großmutter hatte ihren drei minderjährigen Enkeln zu Weihnachten und Geburtstagen insgesamt 570 Euro überwiesen. Weil die Geschenke aber per Banküberweisung getätigt wurden und somit von der Arbeitsagentur auf den Kontoauszügen eingesehen werden konnten, wurden die Sachbearbeiter auf das Geld aufmerksam. Die Jobcenter-Schergen werteten die Geschenke als Einkommen und forderten daraufhin die 570 Euro von der arbeitslosen Mutter der Kinder zurück.

Völlig zu recht, wie das oberste Sozialgericht des Freistaats findet. Die arbeitslose Mutter muss nun das gesamte Geld der Kinder an das Jobcenter übergeben. Mit dem letzten Rest Anstand, den die sächsischen Richter aufbringen konnten, ließen sie aber immerhin noch eine Revision beim Bundessozialgericht zu. Diese allerletzte Instanz könnte nun die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke der drei Kinder retten.

Vertreter von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, die die Sozialgesetzbücher unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beschlossen haben, begrüßten die Entscheidung: "Es kann nicht angehen, dass Großmütter die Geldgeschenke an ihre Enkel unpersönlich auf das Konto überweisen. Unter dem Motto der Agenda 2010 ‚Fördern und Fordern‛ fördern wir den persönlichen Kontakt zwischen Familienmitgliedern und fordern, dass Großmütter die Geldgeschenke in Scheinen in einem Kuvert überreichen, auf dem mit zittriger Handschrift der Name des Kindes geschrieben steht. Alles andere würde den Sozialstaat in seinen Grundfesten erschüttern."

Zufrieden mit dem Urteil: der Jobagentur-Leiter und Sheriff von Sachsen. (Foto: Röbin Hüdd)




USA und Russland koordinieren Sperrmüllabholung

Donnerstag, 08. April 2010 von Die Redaktion

US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Dmitri Medwedjew haben in Prag den bedeutendsten internationalen Sperrmüllabholungsvertrag seit zwei Jahrzehnten geschlossen. Beide Nationen verpflichten sich damit, spätestens bis zum nächsten Montag in sieben Jahren, ihre Atombunker zu entrümpeln. Neben alten Autoreifen, Sofas und Schrankwänden sollen jeweils 650 Atomwaffen entsorgt werden. Nachbarn hatten sich beschwert.

"In den meisten Nuklearwaffendepots sieht es aus wie bei Hempels unter Sofa", meint Else Kling von der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), die sich mit der russischen Armee einen Keller teilt: "So eine handelsübliche Atomrakete ist auch nicht für die Ewigkeit gedacht. Eigentlich sollten die Dinger noch innerhalb der Garantiedauer bei 60 Millionen Grad Celsius rückstandslos verglühen und nicht so lange gelagert werden, bis sie vor Rost auseinanderfallen. Außerdem kann man auf der Lagerfläche, die jede Atomrakete braucht, mindestens drei, vier alte Damenfahrräder  und ein paar Eimer alte Farbe abstellen."

Friedensnobelpreisträger Obama feierte das Abkommen als "wichtigen Meilenstein" seiner Öffentlichkeitsdarstellung. Im Interview mit narragonien.de zeigte sich der Demokrat erleichtert: "Nächste Woche hätten wir die ersten Atomwaffen schon wegwerfen müssen, weil da schon so eine eklige grüne Soße rausläuft. Zum Glück konnte ich daraus noch rechtzeitig ein Riesentrara machen und mich mal wieder als Weltretter in Szene setzen", so der charismatische Superpolitiker, den wir zufällig zwischen zwei Neueinträgen für seine Todesliste abpassen konnten.

Der START-Vertrag

Der Vertrag sieht die Abrüstung von Sperrmüll, Teebeuteln, Atomwaffen, Restmüll und Tetra-Packs (START) vor. Russland und die USA verpflichten sich darin unter anderem, die Zahl der nuklearen Sprengköpfe innerhalb der nächsten sieben Jahre von je 2200 auf 1550 zu reduzieren und keine Trägersysteme mehr im Treppenhaus stehen zu lassen, wo sie andere Mietparteien stören könnten.




Newsticker

Mittwoch, 07. April 2010 von Die Redaktion

++++ Zukunft gesichert: Quizmaster schließt Ratenvertrag ab. +++

++++ Hopfen und Malz verloren: Erntehelfer legt Ährenamt nieder. ++++

++++ Castingerfolg in Niedersachsen: Schauspieler mit Käsefüßen bekommt Harzer Rolle. ++++

++++ Erwartungen erfüllt: Arbeitslose hat nach Stelldichein neuen Job. ++++

++++ Skandal im Gesundheitswesen: Hippochonder muss Rosskur selber zahlen. ++++




Hacker-Angriff auf Dalai Lama

Dienstag, 06. April 2010 von Die Redaktion

Toronto (nar). Wissenschaftler aus den USA und Kanada haben Hacker-Angriffe auf den Dalai Lama registriert. Die Forscher vermuten, dass die Angriffe der Datendiebe im Auftrag der chinesischen Regierung ausgeführt wurden. Die Forschungsgruppe „Information Warfare Monitor“ an der Universität von Toronto konnte als Herkunftsort der Attacken die Stadt Chengdu bestimmen, eine Provinzkapitale im äußersten Osten Südwestchinas.

Inzwischen hat auch das weltliche und geistige Oberhaupt der Tibeter selbst den Hacker-Angriff eingeräumt. Wie Seine Heiligkeit berichtet, gingen ihm dabei sämtliche Spielstände bei YetiSports verloren. Außerdem wurde sein YouTube-Account gelöscht. Davon betroffen sind mehrere Videoclips, in denen der Dalai Lama den deutschen Comedian Bernhard Hoecker parodiert, sowie einige exklusive Episoden von Lamas mit Hüten und eine Karaoke-Version des Culture-Club-Klassikers "Karma Chameleon". Außerdem traten die Hacker mit seinem Facebook-Profil der Gruppe "Don't Free Tibet" bei.

Wie es den Hackern gelungen ist, den Account des Dalai Lama zu knacken, ist bisher noch ungeklärt. Wahrscheinlich hat der tibetische Religionsführer den Angriff durch das Herunterladen von zweifelhafter Software für sein iPhone selbst ermöglicht. So könnte er sich beim Herunterladen des Films "Buddhafly Effect 3" einen Trojaner eingefangen haben.

No More Mr. Nice Guy: Der chinesische Hacker und Nobody Jackie 4chan überwand die Firewall des Dalai Lama vermutlich mit einem virtuellen Handkantenschlag. Der Angriff auf den Server konnte während einer Rush Hour unbemerkt durchgeführt werden. (Foto: Chris Hacker)




Programmänderungen zu Ostern

Sonntag, 04. April 2010 von Die Redaktion

Berlin/Mainz (nar). Schon seit Jahren kritisieren Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche die exzessive Darstellung von Gewalt während der Feiertage. Zum Osterfest 2010 hat sich bisher jedoch kein Kirchenvertreter aus der Deckung getraut, um die Brutalität in den Medien zu kritisieren.

Die Aggressiven Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) und das Zwanghaft Destruktive Fernsehen (ZDF) ändern daher kurzfristig ihr Programm. "Jetzt, wo sich niemand beschwert, können wir endlich so viel Gewalt senden, wie wir schon immer wollten", meint ZDF-Intendant Markus Schächter. Auch der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust bestätigt: "Jetzt kann uns niemand mehr aufhalten. Die völlig Verrohung Deutschlands ist unser Ziel."

  Das Erste   ZDF
9.00
Pfarrer Braun
9.05
Morgensternmagazin
  Massaker in den Dünen
TV-Fernsehfilm, D 2010
  Moderator Wulf Schmiese demonstriert die tödliche Macht mittelalterlicher Kettenwaffen.
10.40
Armee der Finsternis
11.20
The Ring
  Märchenfilm, DDR 1982
Supermarktverkäufer Ash versucht das Herz einer schönen Prinzessin zu erobern. Mit dabei: viele Zombies und eine Schrotflinte.
  Kinderfilm, USA 2002
Ein kleines Mädchen macht lustige Telefonstreiche.
12.30
From Dusk Till Dawn
13.00 heute
  Western, USA 1996
Zwei Desperados sorgen in einem Saloon in der Wüste Mexikos für viel Ärger.
   
14.00
Tim Mälzer kocht vor Wut
13.30 Länderspiegel
  Kochshow mit Hackebeil
  Heute: Mordor
15.10
Wirbelsturm der Liebe
14.15
Küchenschlacht
  Quälenovela
Der Twister kommt ins Fünf-Sterne-Hotel Fürstenhof, doch nach diesem Wirbelsturm der Liebe hat Lukas nicht nur ein Brett vor Kopf, sondern auch einen Balken durch denselbigen.
  Kochshow
Stefan Henssler lässt Amateure mit sehr scharfen Messern hantieren.
16.10
Mörderwale, weiße Tiger & Co.
15.15
Saw 2
  Tragische Verwechslung im Streichelzoo
Doku-Serie
  Spielfilm, USA 2005
Neuer Rätselspaß mit der maskierten Nervensäge Jigsaw.
18.00
Sportschau 17.15
hallo deutschland
  Höhepunkte aus den Spielen St. Pauli – Hansa Rostock, Schalke – Dortmund / Wahl zum Foul des Monats.   Wie immer: aktuelle Berichte über die schlimmsten Autounfälle Deutschlands.
18.50
Großstadtrevier
17.45
Unser Charly
  Dirk Matthies und seine Kollegen geraten bei einer Razzia im Kiez in einen Hinterhalt.   Durch den unkontrollierten Konsum von Wachstumshormonen wird Affe Charly zum King Kong und dreht durch.
20.00
Tagesschau
19.25
Forsthaus Falkenau
      Friendly Fire im Jagdsitz
Fernsehserie
20.15
TV Total Recall
20.15
Traumschiff on Elm Street
  Castingshow
Stefan Raab castet wieder für die ARD. Diesmal sucht er die härtesten Nachwuchsagenten zur Niederschlagung eines Aufstandes auf dem Mars.
  Fernsehfilm, Deutschland 2010
Englische Touristen besetzen noch in der Nacht alle Liegen auf dem Sonnendeck. Doch am nächsten Morgen sind sie tot.
22.15
Hart aber Fair
22.30
Terminator
  Frank Plasberg prügelt prominenten Talk-Gästen unbequeme Antworten aus dem Leib.   Monumentalfilm, USA 1984
Ein Killerroboter reist in die Vergangenheit, um den Retter der Menschheit zu töten.
23.20
Beckmann vs. Predator
0.15
Markus Lanz
  Talkshow   Talkshow / Zu Gast: der Kannibale von Rothenburg
Letzte Folge
0.45
Sendung mit der Maus
1.20 Das Sachsen-Anhalt-Kettensägenmassker
  Psychodrama, D 2010
Eine sprechende Maus erklärt die Welt.
  Fernsehfilm, 2010
Mit Veronica Ferres, Iris Berben, Heiner Lauterbach und Hape Kerkeling



Narragonien zieht um

Donnerstag, 01. April 2010 von Die Redaktion

Hannover (nar). Wie die Narragonien-Redaktion heute in einer E-Mail erfahren hat, hat sie den großen Preis in der spanischen Lotterie gewonnen. Gleich nachdem der Chefredakteur seine Kontonummer an die in dem Schreiben angegebene Adresse versandt hat, machte er sich auf zum Flughafen Hannover-Langenhagen, um das nächste Flugzeug in die Südsee zu erwischen.

"Macht's gut ihr Trottel", konnten wir ihn noch beim Einsteigen in ein Taxi lachen hören. Wie er später in einer SMS mitteilte, wird narragonien.de wenn überhaupt noch, dann demnächst vom Südsee-Atoll Maupiti aus redaktionell betreut werden. Mit der Standortänderung erfolgt auch eine inhaltliche Neuorientierung des Satire-Magazins. Man will sich künftig nicht mehr über reiche Protze lustig machen, sondern lieber über arme Schlucker.

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Die neue Narragonien-Redaktion auf Maupiti. Nicht im Bild: die neue Redakteurin für Aloha und Hula, das Bikini-Modell Miss Südsee 2009. (Foto: Freitag)




FDP fordert niedrigere Benzinpreise

Dienstag, 30. März 2010 von Die Redaktion




Staat hebt zu Ferienbeginn die Mineralölsteuer an

Dienstag, 30. März 2010 von Die Redaktion

Rechtzeitig zu den Osterferien ist es wieder soweit: die Bezinpreisepreise steigen deutlich an. Mit den bevorstehenden Feiertagen und dem anstehenden Reiseverkehr soll das nichts zu tun haben. Doch daran gibt es berechtigte Zweifel.

Nachdem der Aral/BP-Chef Uwe Franke in der BILD klar gestellt hat, dass die Mineralölkonzerne mit dem Benzinwucher nichts zu tun haben, ist der Schuldige leicht zu bestimmen: es ist die Bundesregierung. Der Vorwurf: regelmäßig vor Ostern hebt sie die Mineralölsteuer an.

"Es ist unerträglich, dass die Politiker pünktlich zum Hauptreiseverkehr regelmäßig an der Preisschraube drehen. Die Wut der Autofahrer kann ich gut verstehen“, sagt Dr. Gernot Kalkoffen, Vorstand von ESSO-Deutschland.

Verkehrs-Experte Wolfgang Steichele vom ADAC, Europas hilflosestem Autofahrerverband, empfiehlt: "Ich rate den deutschen Autofahrern bereits schon vergangene Woche getankt zu haben – so wie ich. Dann kann man nämlich über all die Trottel, die jetzt für eine Tankfüllung ihren Dispokredit ausreizen müssen, herzlich lachen und gilt für irgendwelche Klaschblätter schon als Experte. Hä, hä, hä!"

Dr. Peter Blauwhoff von Shell Deutschland droht der Bundesregierung jetzt sogar mit dem Bund der Steuerzahler: "Es ist unerträglich, dass sich die Politik-Multis absprechen und in der Ferienzeit die Steuern nach oben drehen. Wir brauchen mehr Kontrolle in der Politik und das geht nur mit einem stärkeren Bund der Steuerzahler, der besser die Regierungsarbeit überprüfen kann.“

Die Bundesregierung dagegen weist alle Schuld von sich. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): "Entscheidend für Steuervergünstigungen oder -erhöhungen ist der internationale Markt. Dort sind die Parteispenden der Autobranche seit Jahresbeginn deutlich gesunken. Die Gründe dafür sind die saisonal gesunkenen Bestechungsgelder  in Europa angesichts der bevorstehenden Politiksaison in den USA und die FDP."




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